Ausgabe 03/2018

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AS-Motor bringt neuen Hochgrasmäher

Ein YAK aus Bühlertann

Ein gewisser Bezug zu starken Burschen dürfte der Familie Lange, den Besitzern der Firma AS-Motor, nicht abzusprechen sein. Hieß doch eines der Erfolgsmodelle, der AS 940 mit dem Beinamen Sherpa. Auch der neue Aufsitz-Schlegelmäher AS 1040, der Anfang Juni vorgestellt wurde hat einen kraftvollen Namen: Er heißt mit „Nachnamen“ YAK, so wie die tibetanischen Hochlandrinder.

Steilhangtaugliche Hochgras-ProfiMulchmäher in ihrer typischen orangen Lackierung sind das Spezialgebiet der Firma AS-Motor im schwäbischen Bühlertann. Als Qualitätshersteller in der Nische des exklusiven Hochgrasmulchens verzeichnet das Familien-Unternehmen in den letzten Jahren ein kontinuierliches Wachstum. Mit dem AS 940 Sherpa wurde 2010 ein auch für schwieriges Gelände geeigneter Allrad-Aufsitzmäher eingeführt. Mit dem neuen AS 1040 YAK legt AS-Motor noch einen Gang zu.

Hangtauglich, leistungsfähig und leicht

Zweitausend Stunden stand er auf dem Prüfstand, fünftausend Stunden wurde der Yak im Praxiseinsatz getestet. „Aber alle Anstrengungen der letzten eineinhalb Jahre haben sich gelohnt. Unser AS 1040 Yak 4WD vereinigt die robuste Leistungsfähigkeit eines Schlegelmähers mit der Kletterfähigkeit und dem Komfort der AS-Allrad-Aufsitzmäher. Damit lässt sich selbst dichter, mehrjähriger Bewuchs in anspruchsvollem Terrain professionell und effizient mulchen“ betont Firmenchef Eberhard Lange bei der Vorstellung des neuen Schlegelmähers.
Wesentliches Element für die Fahreigenschaften des Yak ist neben einem geringen Gewicht von 335 Kilo die Schwerpunktlage der Maschine. Der 23 PS Vanguard-Motor sitzt lediglich 15 cm über dem Boden. Auch die Batterie ist so tief wie möglich befestigt. Zusammen mit dem fast auf dem Untergrund aufsitzenden Mähwerk ergibt sich daraus ein Kippwinkel von 57 Grad, 5 Grad mehr als beim Sherpa XL. Für den Fahrer bedeutet das deutlich höhere Sicherheitsreserven am Hang und eine exzellente Beherrschbarkeit der Maschine in Grenzsituationen. Bevor diese Grenzsituationen erreicht werden, rutscht die Maschine mit dem Heck zur Seite.
Beste Traktion erhält der Yak unter anderem durch den permanenten Allradantrieb und die Profibereifung, schlauchlose Niederdruckreifen, die erstmals serienmäßig mit einem speziellen Dichtmittel gefüllt sind.Die pendelnd gelagerte Vorderachse sorgt für durchgehenden Bodenkontakt.
Das robuste Schlegelmähwerk kommt mit Bewuchs bis zu einer Höhe von 150 Zentimetern klar und zerkleinert alles zuverlässig zu feinem Mulch. Die 56 Y-Schlegel sind pendelnd aufgehängt. All diese Eigenschaften machen den AS 1040 YAK 4WD zum idealen Gerät zum Mähen von schwierigem Gelände für beispielsweise Straßenböschungen, wo auch immer mit unsichtbaren Hindernissen gerechnet werden muss, denen einerseits die Schlegel selbst, aber auch das surfende Mähdeck insgesamt ausweichen können, sodass Schäden am Mähwerk vermieden werden. Das seitlich versetzte Mähdeck erleichtert das Mähen unter Leitplanken, entlang von Straßenbegrenzungspfosten und Ähnlichem.
Der AS 1040 Yak 4WD hat eine Schnittbreite von 100 Zentimetern. Die Schnitthöhe lässt sich 7-fach manuell zwischen 30 und 110 Millimetern verstellen. Motorisiert ist der Aufsitz-Schlegelmäher mit einem Vanguard V-Twin 3864 von Briggs & Stratton, der für die nötige Kraft an Fahrund Mähwerk sorgt. Der Mäher erreicht eine Geschwindigkeit von 6,8 vorwärts und 6,3 Stundenkilometern rückwärts. Damit bringt er es auf eine Flächenleistung von bis zu 6.800 m2/h. Der Tank in Trichterform, der mit einer Reservefunktion ausgestattet ist, ermöglicht die vollständige Kraftstoffentleerung – auch am Hang. Die getrennte Anordnung von Tank und Motor vermeidet eine Hitzebelastung des Tanks und verteilt zudem das Gewicht.

Sherpa und Yak

„Der AS 940 Sherpa 4 WD ist der geländegängigste Aufsitzmäher seiner Klasse. Da war es nicht ganz leicht, ihn noch zu verbessern. Trotzdem haben wir das mit dem Yak geschafft“, betonte der Leiter Vermarktung Georg-Otto Fuchs bei der Präsentation im Gelände.
Bei dem neuen Mäher wurden nicht nur sämtliche vom AS Sherpa bewährten Fahrkomfort-Eigenschaften übernommen, sondern konsequent weiterentwickelt. So ist beispielsweise der Schalensitz mit Federungssystem und Endlagendämpfung ausgestattet. Die Federhärte lässt sich individuell auf das Gewicht des Fahrers von 6 bis 120 kg einstellen und die Sitzposition für Fahrer von 1,70 bis 2 m stufenlos anpassen. Der Fahrer sitzt nicht auf, sondern in der Maschine. Die ergonomische Anordnung aller Elemente erlaubt eine intuitive und benutzerfreundliche Bedienung. Der Fahrantriebshebel funktioniert wie ein Tempomat: Ohne dass der Hebel gehalten werden muss, lässt sich damit die gewünschte Geschwindigkeit einstellen. Durch die veränderte Gewichtsverteilung (Sherpa 40 % vorne, 60 % hinten, Yak 45/50) ist der Sherpa XL zwar bergauf minimal besser, fährt man mit dem Yak allerdings rückwärts bergauf ist der Yak laut Fuchs erheblich besser: „Wenn man in einen Graben fährt, kommt man rückwärts wieder deutlich leichter heraus“, so Fuchs. Neu ist auch der Unterbodenschutz des Yak, der die Vorderachse mit Lenkgestänge, Motor und Hydrostat schützt – wichtig bei einer Bodenfreiheit von nur 13 bis 15 cm.
Ebenfalls neu: Die schlauchlosen Niederdruckreifen Marke Sherpa-Polaris sind erstmals beim Yak serienmäßig mit Dichtmittel gefüllt. Das hat den Vorteil, dass die Gefahr eines defekten Reifens sehr unwahrscheinlich ist. Fuchs: „Bei der gesamten Testphase hatten wir nicht einen einzigen Plattfuß“.
Ein besonders wichtiger Faktor – vor allem beim Überfahren von Kuppen – ist das „surfende Mähdeck“, das schon beim Sherpa eingebaut wurde und bis zu 13 cm Höhenunterschied ausgleicht.


Spezialisten für hohes Gras und steile Hänge

Steile, enge Weinberge, selten gemähte Obstbaumwiesen. Für diese Arbeiten konstruierte Alfred Schefenacker, Erfinder aus Süddeutschland die ersten 2-Takt-Motoren und baute sie in der 1959 im schwäbischen Oberrot gegründeten Firma AS-Motor ab 1961 auch auf seine Allmäher auf. Das Prinzip der Allmäher, ist bis heute unverändert.
Innovativ war die Einführung eines batteriebetriebenen Rasenmähers schon Ende der 1960er Jahre. Mit ca. 38.000 Geräten pro Jahr war AS-Motor damals der größte Hersteller von Batteriemähern in Europa.

Hochgrasmäher

Ende der 1970er Jahre rollte der weltweit einzige handgeführte Mäher mit Vierradantrieb für die Pflege von Steilhängen vom Band. Parallel dazu baute das Unternehmen den Export seiner Geräte nach Frankreich auf – und wurde dort bei Hochgrasmähern schnell zum Anbieter Nummer 1 im Land. Mittlerweile sind die Mäher von AS-Motor weltweit in 37 Ländern erhältlich, darunter auch in Österreich, wo mit der Firma Hochfilzer ein seit vielen Jahren erfolgreicher Partner AS-Geräte verkauft, aber auch Italien, Schweden, Tschechien oder in der Schweiz, in den USA, in Australien, in Israel, im Iran und in Südkorea. Mit der Entwicklung neuer Produkte, wie Wildkrautentfernern und geländegängigen Aufsitzmähern, profilierte sich das Unternehmen als Hersteller motorisierter Spezialgeräte für die Garten-und Landschaftspflege.

Spezialgeräte

Ausgehend vom Ur-Allmäher produziert AS-Motor heute ein Gesamtpaket für die Grünflächenpflege, das ständig weiterentwickelt wird: Mulchmäher, Profi-Rasenmäher, Allmäher, Schlegelmäher, Aufsitz- und Kreiselmäher – und nicht zuletzt die mechanischen Wildkrautentferner. Besonders stolz ist AS-Motor auf den fernsteuerbaren Aufsitzmäher, den AS 940 Sherpa 4WD RC, der beim Neuheiten-Wettbewerb der demopark 2017 mit der Silbermedaille ausgezeichnet wurde. 2018 wurde dieser hangtaugliche Aufsitzmäher auf dem US-amerikanischen Markt eingeführt. Von der Forschung und Entwicklung, über die Gerätetests und Prüfungen, die Produktion der Einzelteile bis hin zur Endmontage aller Mäher, die AS-Motor fertigt, gilt dabei bis heute der Grundsatz des Firmengründers: Unverwüstliche und verlässliche Mäher zu produzieren, um den Anwendern ihre teils mühsamen Aufgaben deutlich zu erleichtern. Die Geräte werden zu fast hundert Prozent im eigenen Werk in Bühlertann, in dem das Unternehmen seit 2010 seinen Sitz hat, produziert – mit einer starken Eigenfertigungstiefe. Alles was nicht selbst produziert werden kann kommt zu 70 Prozent von regionalen Zuliefern.

Steilhangtaugliche Motoren

Neben den Mähern produziert AS-Motor nach wie vor 2-Takt-Motoren in der Leistungsklasse bis 7 PS. Weltweit ist AS-Motor heute der einzige Hersteller von 2-Takt-Motoren für handgeführte Motormäher, die der europäischen Abgasnorm 97/68/EG genügen. Seit 2017 sind die 2-Takt-Motoren mit der innovativen Leichtstart-Funktion EasyStart ausgerüstet. Durch die digitale Zündung und die optimierten Zylinder konnten die Startdrehzahl und die notwendigen Zugkräfte am Startseil deutlich reduziert werden.

Schwerpunkt „Gemeinschaft“

Das Familienunternehmen wird in dritter Generation von Eberhard Lange, dem Enkel des Firmengründers Alfred Schefenacker, geführt. Das starke Fundament bilden die über 130 Mitarbeiter; die meisten von ihnen sind seit vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten bei AS-Motor tätig; nicht selten arbeiten dort mehrere Generationen einer Familie. Voll und ganz zur Belegschaft gehören auch Mitarbeiter der Samariterstiftung Fränkische Werk- stätten Obersontheim: Bereits seit 2012 sind Menschen mit psychischer Behinderung bei AS-Motor integriert. Sie übernehmen einfache Montage- tätigkeiten, arbeiten im Lager oder Versand, betreiben die Kantine oder unterstützen in der IT-Abteilung. Auch die partnerschaftliche Kooperation mit Experten von Universitäten bringt junge, neue Ideen und frischen Wind für die Zukunft von AS-Motor.

www.as-motor.de
www.hochfilzer.com